Schulprofil

Stand : 11.09.2017
Schulordnung [108 KB]

Schulkonzept

1. Leitbild

Unsere Schule soll ein Ort sein, an dem man sich wohl fühlt, wo kindgerecht gelebt und gelernt werden kann, wo Toleranz zur Selbstverständlichkeit wird und wo man Verantwortung füreinander trägt

Pädagogisches Grundverständnis

  • Neugier und Lernfreude sollen als grundsätzliche Voraussetzungen lebenslangen Lernens geweckt, gefördert und erhalten bleiben.
  • Jedes Kind soll in einer entspannten Lernatmosphäre die Möglichkeit haben, seine Fähigkeiten und Talente zum Einsatz zu bringen.
  • Die Kinder erfahren die Natur, die Ruhe, die Bewegung, das Spiel und die Künste im Rahmen des schulischen Lern – und Lebensalltages und lernen die damit verbundene Bereicherung zu genießen. Mit der Zeit entwickeln und verfeinern sie dabei ihren Blick für das Schöne.
  • Durch klare, verbindliche und einsehbare Regeln und Strukturen erfahren die Kinder Orientierung und Sicherheit, was für ihre Persönlichkeitentwicklung von großer Bedeutung ist.
  • Neben der Vermittlung von Wissen, Kenntnissen und Können sind uns soziales Lernen und Demokratiefähigkeit in Verbindung mit der Ausbildung grundsätzlicher humanistischer Wertvorstellungen sehr wichtig. Daraus resultierend haben Respekt und Toleranz gegenüber allen Mitmenschen an unserer Schule oberste erzieherische Priorität.

2. Schulprofil - / Pädagogische Grundpositionen und Schulleben

2.1 Wissensvermittlung / Lernen / Unterricht

Die Grundschule Hardt sieht sich nicht nur als Lehranstalt im traditionellen Sinn, sondern versucht, bewährte Methoden mit den Bedürfnissen der Schüler zu kombinieren.
Im Unterricht werden deshalb auch die sozialen Gegebenheiten in unserer Gemeinde berücksichtigt.
Das Lehrerkollegium der Grundschule Hardt hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch unterschiedliche Arbeitsformen eine umfassende Wissensvermittlung zu gewährleisten.
Der Unterricht wird durch die folgenden zentralen Prinzipien gestützt:

Anschauliches Lernen
Neben den traditionellen Lehrmethoden wie Frontalunterricht, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit haben die Schüler die Möglichkeit, sich mittels Wochenplan, Tagesplan, Freiarbeit oder Lerntheke Wissen selbstständig zu erarbeiten und zu üben. Der gezielte Medieneinsatz (Film, Computer...) sowie praktische Experimente sind dabei selbstverständlich. Ebenso kommen auch Experten, wie z.B. Künstler, Ernährungsfachleute, Dichter und andere direkt in die Schule.

Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten
Im Rahmen von Exkursionen werden lokale Gegebenheiten wie Feuerwehr, Bäckerei oder Urhöfe integriert.

Fächerübergreifendes, projektorientiertes und entdeckendes Lernen
Einzelne Unterrichtsthemen, wie z.B. „Der Frühling“, werden im neuen Verbund MeNuK fächerübergreifend behandelt. Dem Schüler wird z.B. durch den Schulgarten, durch Experimente oder Fachliteratur die Möglichkeit gegeben, dieses Thema aus unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu erfassen.
Auch wird in jedem Schuljahr ein Leitthema festgelegt, das entweder in einer Projektwoche oder als Jahresprojekt mit einer anschließenden Projektpräsentation umgesetzt wird. Die Schüler üben bei diesen Projekten ihre sozialen Kompetenzen und bringen selbständig ihre kreativen Ideen dazu ein.

Rituale
Wir legen Wert auf Rituale wie z.B. Morgen- bzw. Gesprächskreis oder Lieder zur Begrüßung, zum Abschied oder zu Geburtstagen. Feste Rituale geben Kindern Halt und Orientierung im Schulalltag.
Ebenso findet in der Adventszeit ein gemeinsames Einstimmen mit Gedichten, Liedern und Geschichten statt.

Bewegtes Lernen
Durch Bewegung wird die Unterrichtszeit in kindgemäße Phasen gegliedert, das Lernen rhythmisiert und somit die Konzentrationsfähigkeit wieder erreicht. Der kindliche Bewegungsdrang wird so positiv umgesetzt und genutzt.

Verschiedene Arbeitsformen
Alle Lehrer unserer Schule haben sich verpflichtet, einen vereinbarten Methodenkatalog (siehe Anhang) in der jeweiligen Jahrgangsstufe umzusetzen.

2.2 Lehrer als Wissenvermittler/ Erzieher/ Kollege

Lehrer als Wissensvermittler
Jeder Lehrer an unserer Schule legt Wert darauf, ein positives Lernklima zu schaffen. Es muss gewährleistet sein, dass alle Kinder sich angenommen, geachtet, und bestätigt fühlen. Der Lehrer achtet auf eine ansprechende Lernumgebung, bereitet die Lerninhalte auf und steht dem Kind als Partner und Helfer zur Seite.
Der Lehrer versteht sich als unterstützenden Ansprechpartner bei Lernprozessen und als Wegweiser bei der Informationsbeschaffung. Er ist in vielen Lernsituationen Begleiter des Unterrichts und nicht so sehr Planer und Lenker.
Somit ermöglicht er individuelles Lernen, was bei den Schülern zur Ausbildung von Schlüsselqualifikationen führt, wie zum Beispiel: Teamgeist, Forscherdrang, Selbständigkeit, Kommunikationsfähigkeit usw.
In gleichem Maße ist es für den Lehrer ein Anliegen, gängige und bewährte Lerntechniken zu vermitteln und sie zu intensivieren, wie z.B. das Abschreiben von Texten, das Auswendiglernen von Gedichten und das regelmäßige Kopfrechentraining.

Lehrer als Erzieher
Lehrer beobachten gewissenhaft die Entwicklung des Kindes und sind ihm Zuhörer und Partner in entsprechenden Situationen .Das Handeln des Pädagogen soll von Aufmerksamkeit, Achtung, Vertrauen und Geduld geprägt sein. Dabei sollte eine natürliche Autorität und Entschiedenheit im Handeln als Grundlage zu erkennen sein. Es wird konsequent darauf geachtet, dass vereinbarte Regeln, (Klassen - oder Schulordnung) beachtet werden. In immer größerem Maße übernehmen Lehrer grundlegende Erziehungsaufgaben, fungieren als Vorbilder, achten auf die Einhaltung der Umgangsformen und die Vermittlung von Werten.

Lehrer als Ansprechpartner
Lehrer sind Ansprechpartner für Eltern, Kollegen und für alle am Schulleben Beteiligten. Gespräche finden nach Vereinbarung und nach Bedarf statt. Da die Arbeit in und mit einem Kollegium die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, Kommunikation und Auseinandersetzung mit den Kollegen erfordert, ist es an der Grundschule Hardt eine Selbstverständlichkeit, auftretende Probleme mit allen davon betroffenen Kollegen zu besprechen und zu lösen.
Alle Kollegen bemühen sich, getroffene Absprachen hinsichtlich der Unterrichtsinhalte und Bewertungen einzuhalten. Nur so wird die Arbeit für Schüler sowie auch Eltern glaubwürdig und transparent.
Gemeinsam vereinbarte und zu beachtende Regeln werden in allen Klassen gleich gehandhabt (Strichliste, Schlamperpunkte).

2.3. Schule als Wohn-, Lebensraum / Feste, Feiern

Da Schüler und Lehrer einen beachtlichen Teil ihrer Lebenszeit in der Schule verbringen, ist Schule für sie mehr als ein Ort des Lernens, sie ist vielmehr Lebensraum. Schule muss sogar für immer mehr Kinder den Verlust von Heimat und Familie teilweise kompensieren. Darum ist es von zentraler Bedeutung, dass sich die „Bewohner“ in ihrer Schule wohlfühlen, sich mit ihr identifizieren und dort wirklich leben.
Das geschieht zum einen schon dadurch, dass die Kinder zusammen mit ihren Lehrern ihre Klassenräume und das ganze Schulgebäude wohnlich und auch den Jahreszeiten entsprechend gestalten, Schülerarbeiten und Projektergebnisse ansprechend präsentieren und in den eigenen Klassenzimmern eine zweckdienliche Ordnung einhalten. Dabei sollte ein verantwortungsvoller und sorgfältiger Umgang mit eigenen und fremden Sachen selbstverständlich sein.
Ein „Wir“-Gefühl entsteht zum anderen vor allem aber auch dadurch, dass Schulleben gemeinsam gestaltet wird, sei es durch einzelne Klassenaktivitäten wie z.B. eine Lesenacht oder durch Feste, Feiern, Aktivitäten und Projekte im gesamtschulischen Rahmen. Regeln, Vereinbarungen und Umgangsformen helfen dabei, das Miteinander zu ordnen und das Wohlbefinden jedes Einzelnen zu ermöglichen und zu sichern.
Schule als Lebensraum setzt bei jedem seiner „Bewohner“ aktive Mitarbeit und eine bewusste Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber voraus. Gemeinsamkeit entsteht dort, wo positiv Erlebtes Verbindungen schafft, die nötig sind, um eine reine Zweckgemeinschaft, wie es eine Schule zunächst einmal darstellt, in eine persönlich erlebte „Wir-Gemeinschaft“ weiterzuentwickeln.
Eine auf allen Ebenen positive Atmosphäre ist die zentrale und somit wichtigste Grundvoraussetzung allen schulischen (und menschlichen) Lernens.

Konkrete Umsetzung an der Grundschule Hardt

Feste und Feiern im Jahreslauf
Der generelle Stellenwert außerunterrichtlicher Veranstaltungen wurde bereits im einleitenden Teil verdeutlicht.
Dabei hat die angemessene Berücksichtigung der zentralen, in unserer Kultur verankerten Feste in der Jahresplanung unserer Schule einen hohen Stellenwert. Dabei werden die Kinder umfassend in die Gestaltung der verschiedenen Aktivitäten mit einbezogen.
Die Grundschule Hardt führt folgende Veranstaltungen in der Regel einmal jährlich durch:

Einschulung der neuen Erstklässler
Zu Beginn des Schuljahres empfangen alle Schüler der Grundschule gemeinsam die Schulanfänger. Sie begrüßen sie als Schulgemeinschaft und nehmen an der Einschulungsfeier in der Turnhalle teil. Die 2. Klassenstufe macht eine Aufführung.
Die 4. Klassenstufe bewirtet im Anschluss an die Aufführung die Eltern der Schulanfänger. In dieser Zeit haben die neuen Erstklässler ihren erste Unterrichtsstunde.

Adventszeit / Nikolaus / Weihnachtsfeier
In der Adventszeit widmen wir uns gemeinsam und intensiv der Gestaltung von Klassenräumen und des gesamten Schulgebäudes. In diesem Rahmen gestaltet auch alljährlich die Klassenstufe 3 die Weihnachtskrippe, die im Hauptfoyer aufgestellt wird. Die Schüler/innen der Kl.2 singen beim „Frohen Alter“ verschiedene Adventslieder.
Die Krippe ist unter anderem Kulisse bei der traditionellen Adventsbesinnung an den Montagen nach den Adventssonntagen Die Adventsbesinnung dauert in der Regel etwa 10-15 Minuten.
Um den 6. Dezember herum besucht der Nikolaus die Kinder in der 1. und 2. Klasse. Alle Schüler/ innen erhalten am Nikolaustag einen Weckenmann. Die Klassen bereiten jeweils für diesen "hohen Gast" ein kleines Fest mit Gedicht- und Liedvorträgen vor.
Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien veranstaltet die Grundschule Hardt jedes Jahr in der Turnhalle ein schulinternes Weihnachtsfest.

Fastnacht
Die Grundschule Hardt beteiligt sich zur Fastnachtszeit entsprechend dem örtlichen Brauchtum, vor allem wird der sogenannte „Schmotzige“, das ist der Donnerstag vor Fastnacht, zusammen mit der Katzenzunft gestaltet: Alle Kinder können am „Schmotzigen“ verkleidet in die Schule kommen und feiern zunächst mit ihren Klassenlehrer/innen Klassenfastnacht im Klassenzimmer. Dort warten sie auf die Befreiung durch die Hardter Katzen. Diese kommen in Begleitung der Musikkapelle und stürmen alle Klassenzimmer. Die Kinder sagen ihre traditionellen Verse auf und bekommen dafür die „Miesle“ (Mäuse aus Teig). Anschließend gehen alle in die Turnhalle, wo der Präsident des Katzenrates die Schüler und Lehrer begrüßt. Nach dem Abspielen des Katzenmarsches tanzen die Katzen ihren traditionellen Katzentanz. Im Anschluss daran tanzen sämtliche Schulangehörige zusammen mit den Katzen den jeweiligen Fastnachts-Jahrestanz, dann spielt die Musik zum Ausmarsch eine Polonaise, bevor die Kinder entlassen werden. Die Lehrerschaft begibt sich daraufhin ins Bürgerhaus, wo sie sich an dem dort stattfindenden Programm beteiligt. Ein gemeinsames Essen von Lehrerschaft, Mitarbeitern des Rathauses und des Bauhofes sowie Musikkapelle und Katzenrat beschließt die Aktivitäten am „Schmotzigen Donnerstag“.

Kinobesuch / Theatervorstellung / Mediathek
Einmal im Jahr organisiert die Schule an einem Schulvormittag einen gemeinsamen Kinobesuch oder eine Theatervorführung für alle Schüler.
In Klasse 2 ist es üblich eine Mediathek zu besuchen um sich so mit der Möglichkeit vertraut zu machen, Medien wie Bücher, Zeitschriften ,CDs und Filme zur Wissensvermittlung zu entleihen.

Jugend trainiert für Olympia
Soweit es im Schulalltag möglich ist, nehmen die Schüler/innen an den Ausschreibungen für Jugend trainiert für Olympia teil. Dies erfolgt in verschiedenen Sportarten wie z.B. Fußball, Leichtathletik, Ringen oder Tischtennis. Hier treten sie mit Nachbarschaftsschulen in den Wettstreit und können sich so manche Urkunde und Erfolge sichern.

Hallensporttag / Bundesjugendspiele
Im zweiten Schulhalbjahr findet nach Möglichkeit ein Hallensporttag statt, bei dem das gemeinschaftliche Sporterlebnis aller Schüler im Vordergrund steht.
Rechtzeitig vor den Sommerferien finden die Bundesjugendspiele im „Leichtathletik“ statt. (siehe „Bewegte Schule“)

Frankreich-Fahrt / Besuch aus Frankreich
Im Rahmen des Schüleraustauschs bzw. der Schulpartnerschaft mit Vandoncourt bzw. der Teilgemeinde Montbouton, wird einmal jährlich eine entsprechend im Unterricht vorbereitete Fahrt der vierten Klassenstufe nach Frankreich durchgeführt. Diese geht selbstverständlich einher mit einem Gegenbesuch aus Frankreich. (siehe „Partnerschaft mit Montbouton“)

Schulfest
Alle 4 Jahre findet im Wechsel am Ende des Schuljahres, entweder ein Schulfest oder eine Projektwoche statt, bei diesen Aktionen werden sowohl Vorführungen durch die Schüler als auch Eigenaktivitäten für die Schüler vorgesehen.
Am Ende eines „schulfestfreien“ Schuljahres sollen Projektergebnisse im Rahmen einer Projektpräsentation der Elternschaft und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

2.4 Bewegte Schule

Der äußere Tagesablauf der Grundschule Hardt sieht folgendermaßen aus:
Die Unterrichtsstunden sind in drei Unterrichtsblöcke aufgeteilt. Sie beinhalten je 2 Unterrichtsstunden. Diese Blöcke werden durch zwei Hofpausen getrennt, die erste Pause dauert 20 Minuten, die zweite 15 Minuten. In jeder Klasse steht eine Spielkiste, aus der die Kinder verschiedene Spielgeräte mit in die Hofpause nehmen dürfen.
Außerdem bietet der Schulhof zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten durch eine Wiese, einen angrenzenden Spielplatz und einer Tischtennisplatte.
Jede Klasse hat als Richtstundenzahl drei Stunden Sport in der Woche, die nach Möglichkeit auf drei Tage verteilt sind.Ausgenommen davon ist die Klassenstufe 3. Sie hat zwei Stunden Sport, aber dafür eine Stunde Schwimmen. Der Schwimmunterricht findet momentan in einer anderen Gemeinde statt, da hier in Hardt die Gegebenheiten fehlen.Darüber hinaus versucht jede Lehrkraft ihren Unterricht immer wieder durch Bewegungsspiele, Bewegungslieder und Bewegungsgeschichten aufzulockern.

Das Schulprofil der Grundschule Hardt ist auch durch zahlreiche Aktivitäten und Projekte im Zusammenhang mit dem Sport gekennzeichnet. Neben einer erfolgreichen Kooperation mit dem FC Hardt, dem Radsport- sowie dem Athletenverein Hardt kommt die Vorbereitung und aktive Teilnahme an Wettbewerben von „Jugend trainiert für Olympia“ nicht zu kurz.
Ein Hallensporttag, ein Schwimmtag für die Klassen 2-4 und im Sommer die Bundesjugendspiele in Leichtathletik runden das Angebot ab.

2.5 Ergänzende Angebote

Französich-AG
Seit dem Schuljahr 2011, findet sowohl für die Drittklässler (ab dem 2.Halbjahr) und Viertklässler eine freiwillige Französisch-AG statt. Dabei lernen die Kinder spielerisch und musikalisch einfache Umgangsformen und Verständigungsmöglichkeiten, welche sie bei den Besuchen mit den Franzosen anwenden können.

2.6 Der Schulgarten

Die Arbeit im Schulgarten spricht neben der Komponente Natur in hohem Maße auch Sozialkompetenzen an, die auch verstärkt in anderen Bereichen zum Tragen kommen. Die Pflanzen und Tiere in unmittelbarer Umgebung werden erlebt und die Natur erhält einen anderen Schwerpunkt im Leben der Kinder.
Garten macht Schule, das beinhaltet schon wesentliche, zu beachtende Gesichtspunkte hinsichtlich des Anlegens und Pflegens eines Schulgartens.
Der Schulgarten soll ein Aufgabengebiet im Rahmen des Unterrichts für alle Klassenstufen darstellen.
Die Planung und die sich daran anschließende Gestaltung der den Klassen zugeteilten Abschnitte soll von den Schülern selbst ausgeführt werden. Sie identifizieren sich mit ihrem Garten und sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Alle Schüler arbeiten miteinander, ergänzen und unterstützen sich gegenseitig.
Das Gießen der Pflanzen während der Sommerferien muss gemeinsam mit den Kindern organisiert werden, sie müssen für solche Aufgaben ein gewisses Maß an Pflichtgefühl entwickeln.
Unter Anleitung der Lehrkräfte ist jede Kleingruppe für die benutzten Gartengeräte selbst verantwortlich.
Durch die Kooperation mit dem Obst- und Gartenbauverein ist das neue Bepflanzen, Umgraben und Ernten unter fachmännischer Anleitung.

2.7 Umwelterziehung

Die Kinder der Grundschule Hardt sollen den achtsamen und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt in ihrer direkten Schul - Umgebung erfahren und einüben. So werden alle Kinder vom ersten Schultag an mit der Mülltrennung vertraut gemacht und erlernen das richtige und selbständige Entsorgen von Abfällen.
Der Gebrauch von Vesperdosen und Trinkgefäßen hilft, Verpackungsmüll zu vermeiden und wird den Eltern und Kindern dringend nahe gelegt. Ein entsprechender Hinweis wurde auch in der Schulordnung verankert.

2.8 Gesundheitserziehung

Die Grundschule Hardt legt Wert darauf, im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf die Gesundheit ihrer Schüler zu achten.
Es findet täglich eine 10 minütige gemeinsame Vesperzeit in den Klassenzimmern statt.
In allen Klassen steht den Kindern als Getränk Mineralwasser zur Verfügung und dieses wird von fast allen Schülern ausschließlich genutzt.
Auch werden nach Möglichkeit Fachkräfte, z.B. zu den Themen Ernährung und Zahnpflege an die Schule geholt.
Seit dem Schuljahr 2009/10 beteiligt sich die Schule an dem Programm Klasse 2000. Damit sind Gesundheitsförderung, Persönlichkeitsentwicklung, Sucht- Gewaltvorbeugung ein fester Bestandteil des Angebots unserer Schule.
Im Jahr 2013 erhielt die Schule hierfür die Zertifizierung.

2.9 Partnerschaft mit Montbouton/Vandoncourt

Die Klassenstufe 4 fährt im 1. Halbjahr (Oktober/November) des 4. Schuljahres zu einem Besuch in die Hardter Partnergemeinde Vandoncourt. Sie besucht in Montbouton (Teilort von Vandoncourt) die dortige Grundschule. Die Schüler verbringen den Vormittag gemeinsam mit den französischen Kindern in der Schule, gehen anschließend in die jeweiligen Partnerfamilien zum Mittagessen und treffen sich am Nachmittag erneut in der Schule zum gemeinsamen Spielen.
Der Gegenbesuch der französischen Kinder in Hardt erfolgt im Mai/Juni des darauffolgenden Jahres. Der Ablauf in Hardt ist dabei ähnlich wie beim Besuch in Frankreich.
Bei guter Witterung besuchen die Schüler/innen nach dem gemeinsamen Mittagessen in ihren Gastfamilien den Freizeitpark Hardt, wo sich die Möglichkeit bietet Minigolf, Pit-Pat oder sonstiges zu spielen.

Durch die Fahrt in die Partnergemeinde soll bei den Kindern die Neugierde auf Fremdes geweckt, sowie die Motivation und die Einsicht der Notwendigkeit des Erlernens einer Fremdsprache aufgebaut werden.

2.10 Elternarbeit

Der gemeinsame Erziehungs- und Bildungsauftrag von Elternhaus und Schule bildet die Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit von Eltern und Schule. Dies geschieht an der Grundschule Hardt vor allem durch
>> regelmäßige Sitzungen der Klassenpflegschaften
>> regelmäßige Elternbeiratssitzungen
>> regelmäßige Schulkonferenzenflexible Elternsprechstunden mit allen Kolleginnen Sprechnachmittage für einzelne Klassenstufen

Darüber hinaus finden zusätzliche thematische Elternabende für alle Eltern oder Teile der Elternschaft statt:
>>Themenabende im Rahmen der Kooperation mit dem Kindergarten (siehe Schule – Kindergarten)
>>Elternabend für die Schulanfänger vor der Schulanmeldung im Frühjahr

Bei Schulveranstaltungen und Projekttagen sind Eltern gerne gesehene Helfer und –wenn möglich - auch selbständige Gruppenleiter und gestalten so aktiv das Schulleben mit.
Gemeinsame Unternehmungen von Lehrer- und Elternschaft im geselligen Rahmen fördern dabei gegenseitiges Kennenlernen und Verstehen außerhalb offizieller Strukturen.

2.11 Kooperationen

Schule - Kindergarten
Die Grundschule ist zur Kooperation mit dem Kindergarten verpflichtet. Die Umsetzung ist nicht vorgegeben.
Derzeit findet die Kooperation wie folgt statt:

1.) Die Form der Kooperation wird alljährlich in einer gemeinsamen Konferenz von Kindergarten und Grundschule geplant. Dabei wird auch ein Ablaufplan erstellt.

2.) Ein Informationsabend für die Eltern der zukünftigen Erstklässler findet bereits im Oktober in der Schule statt.

3.) Die Kooperationslehrer/innen sind Bindeglied zwischen Grundschule und Kindergarten. Sie stellen Kontakt zu den Erzieherinnen her und besuchen den Kindergarten mehrmals während des Schuljahres, um die zukünftigen Erstklässler kennen zu lernen.
Jedes Kindergartenkind wird in Absprache mit den Eltern vor der Einschulung mit der Breuer – Weuffen – Differenzierungsprobe untersucht.
Ein Informationsaustausch zwischen den Erzieherinnen des Kindergartens und den Kooperationslehrer/innen der Grundschule findet statt.

4.) Die zukünftigen Erstklässler werden rechtzeitig vor Schuleintritt zu mehreren Unterrichtsbesuchen in die Schule eingeladen.
Die Form und die Häufigkeit des Schulbesuchs wird von Jahr zu Jahr entschieden.

5.) Nach Möglichkeit, findet im Frühjahr in gemeinsamer Verantwortung der Grundschule und des Kindergartens für die Eltern der Kindergartenkinder und die Eltern der Erstklasskinder ein Elternabend zu einem pädagogischen Thema statt.
Über die Themenfindung wird in einer gemeinsamen Konferenz beraten. Referenten können dazu eingeladen werden.
Das Vorbereitungsteam für einen solchen pädagogischen Elternabend umfasst mindestens zwei Personen, je eine vom Kindergarten und eine von der Grundschule.


Schule – Sonderschulen und Jugendhilfe
Es ist für die Grundschule Hardt selbstverständlich, Kontakte zu Jugendhilfeeinrichtungen aufzunehmen und zu pflegen, vor allem dann, wenn sich dies in Einzelfällen als nötig erweist.
Darüber hinaus können Beratungslehrer und Lehrer von Sonderschulen im Rahmen der Kooperation den Unterricht an der Grundschule Hardt besuchen und an Klassen- oder Gesamtlehrerkonferenzen teilnehmen.
Mittwochs besucht uns für drei Unterrichtsstunden ein Kooperationslehrer der Peter-Meyer-Schule in Schramberg um unter dem Aspekt der Inklusion zur Verfügung zu stehen. Dies äußert sich auf verschiedene Weise Hospitation, Beratung, Förderkonzepterstellung usw.


Schule – Vereine
Die Grundschule Hardt ist prinzipiell offen für Kooperationsmaßnahmen mit allen Hardter Vereinen, sofern diese mit entsprechenden Wünschen an die Grundschule herantreten. Ob eine Kooperationsmaßnahme im einzelnen Fall eingegangen wird, hängt davon ab, ob eine für beide Seiten gewinnbringende Idee hinter der Kooperationsmaßnahme steckt.



Seit einigen Jahren kooperiert die Grundschule mit dem Radsportverein, der über das ganze Jahr eine sog. offene Gruppe für Grundschüler betreut.
Auch bei den Wettbewerben „Jugend trainiert für Olympia“ kooperiert die Grundschule mit dem FC Hardt (Fußball) und dem Athletenverein Hardt (Ringen) in der Form, dass vereinseigene Trainer Schulmannschaften mitbetreuen.
Die Kooperation mit dem Obst- und Gartenbauverein findet sich in der Gestaltung des Schulgartens oder zu Erntedank wieder.

3. Schul- und Unterrichtsorganisation

Ablauf:

07.45 Uhr – 09.15 Uhr
09.15 Uhr – 09.25 Uhr
09.25 Uhr – 09.45 Uhr
09.45 Uhr – 11.15 Uhr
11.15 Uhr – 11.30 Uhr
11.30 Uhr – 13.00 Uhr

14.30 Uhr – 16.05 Uhr

Unterrichtsblock 1
Vesperpause
große Hofpause
Unterrichtsblock 2
Bewegungspause (evtl. mit Obst-Imbiss o.ä.)
Unterrichtsblock 3
Unterrichtsblock 4

3.1. Pausenorganisation und Aufsicht

Gleitender Schulbeginn
Der Unterricht beginnt um 7.45 Uhr, das Schulhaus wird um 7.30 Uhr von der aufsichtsführenden Lehrperson aufgeschlossen.
Die Schüler/innen begeben sich in ihre Klassenzimmer, wo sie sich selbst beschäftigen (Leseecke, Freiarbeit…).Die Lehrperson, welche Aufsicht führt, ist Ansprechpartner für alle Kinder und muss deshalb im Schulhaus präsent sein.
Diejenigen Schüler/innen, die erst zur 2.Stunde Unterricht haben, werden ab 8.15 Uhr von einer Lehrkraft im Pausenhof beaufsichtigt und um 8.25 Uhr ins Schulhaus eingelassen.

Große Pause
Während der beiden großen Pausen führen zwei Lehrkräfte Aufsicht. Das Pausengelände umfasst den Schulhof, die überdachte Pausenhalle, die an den Pausenhof angrenzende Wiese, den Spielplatz und die Tischtennisplatte vor dem Anbau ( nur für die Klassenstufe 4 ).Die Lehrkräfte müssen alle Pausenbereiche im Blick haben.
Wenn die Wetterlage lediglich die Nutzung von Pausenhof- und/oder-Pausenhalle zulässt, kann in gegenseitiger Absprache auch eine Lehrkraft alleine die Aufsicht führen.
Die jeweils in den Klassen unterrichtenden Lehrkräfte sind dafür verantwortlich, dass alle Kinder, für die sie zuständig sind, rechtzeitig in den Pausenhof gehen.

Schulschluss
Nach Schulschluss erlischt die Aufsicht der jeweils zuständigen Lehrkraft, wenn alle Schüler/innen der Klasse das Schulhaus verlassen haben.

3.2. Unterrichtsvertretungen / Verlässliche GS

Die verlässliche Grundschule gebietet, dass alle Schüler/innen zu den jeweils geltenden verlässlichen Unterrichtszeiten in der Schule sind. Das bedeutet, dass Unterrichtsstunden innerhalb dieses Zeitrahmens möglichst nicht ausfallen sollen.
An der Grundschule Hardt werden zu Beginn eines jeden neuen Schuljahres die Eltern darüber informiert und gleichzeitig abgefragt, ob ihre Kinder bei rechtzeitig angekündigtem Unterrichtsausfall früher nach Hause geschickt bzw. später in die Schule kommen können.
Jede Lehrkraft bekommt nach Auswertung eine entsprechende Auflistung derjenigen Kinder, welche im Notfall in anderen Klassen mitversorgt werden müssen.
Bei kurzfristigen Unterrichtsausfällen, bei denen eine rechtzeitige Information der Eltern nicht mehr möglich ist, werden die betroffenen Klassen der Aufsicht einer anderen Lehrkraft unterstellt.
Klassenzusammenlegungen oder Stillarbeit unter Aufsicht sind die an unserer Schule üblichen Verfahrensweisen, wenn eine Lehrkraft ausfällt. Bei planbarem Ausfall (z.B. durch Fortbildung) stellt die betreffende Lehrkraft der aufsichtsführenden Lehrperson Arbeitsmaterial für die Klasse zur Verfügung.

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